Marta Astfalck-Vietz
Als die ehemaligen Eigentümer des Martas sich 1986 mit ihrem ersten Betrieb „Jahnstuben“ in Nienhagen bei Celle selbstständig machten, zählte Marta Astfalck-Vietz bald zu ihren Stammgästen. Sie liebte gutes Essen und so entstand eine tiefe Freundschaft zwischen Marta und den Inhabern der Jahnstuben.

Aus dieser Symphatie heraus malte Marta Astfalck-Vietz in ihrer ganz persönlichen Art einen Zyklus von 12 Bildern über Obst und Gemüse, mal überreif, mal nicht ganz perfekt. Diese Bilder hängen heute noch bei uns im Restaurant.

1994 starb Marta und wurde, sicherlich auf ihren eigenen Wunsch hin, in einem anonymen Grab auf dem Celler Stadtfriedhof beerdigt. Sie vererbte den Jahnstuben völlig überraschend eine Reihe Porzellan-Rosen-Bildern. Es ist klar, dass diese Bilder immer einen Ehrenplatz in unserem Betrieb einnehmen werden und so hängen sie heute in unserem „Rosenzimmer“ (unsere Räumlichkeiten).

Mit dem Martas wurde eine Erinnerung an ihr Lebenswerk geschaffen und ihr ein ehrenvolles Andenken bewahrt. Einen kleinen Einblick in das Leben dieser faszinierenden Frau, die ihrer Zeit so weit voraus war, finden Sie hier:

Lebenslauf Marta Astfalck-Vietz (1901-1994)
1901
Geboren am 21. Juli in Neudamm/Neumark (heute Polen) als Tochter eines Buchdruckers, speziell von Kunstdrucken. Zahlreiche Umzüge in ganz Deutschland bis zum Abschluss des Lyzeums.
1920-1924
Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin (Haas-Heye - Mode; Bartning - Buchillustration; Koch- und Aktzeichnen; Hadank - Gebrauchsgraphik). Beginn der Freundschaft mit dem später als Fotograph bekannten Hajek-Halke, der an der gleichen Schule bei Orlik studiert. Geldverdienst durch Stoffmalerei für das Seidenhaus Michels, das während der Inflation in Schweizer Franken bezahlt. Eigenes Atelier in der Alexandrinenstraße, Berlin.
1925-1926
Handwerkliche Foto-Fachausbildung (Atelier Lutz Kloss, Unter den Linden)
1926
Beginn der selbstständigen Tätigkeit als Fotografin und Gebrauchsgrafikerin. Zusammenarbeit mit Hajek-Halke
1929
Heirat mit dem Architekten Hellmuth Astfalck. Geselliges Leben in den Künstlerkreisen Berlins
ab 1933
Versiegen des künstlerisch-experimentellen Schaffens. Heimlicher Privatunterricht für jüdische, von den Staatsschulen ausgeschlossene Kinder
1936
Erste Pflanzenportraits im Berliner Botanischen Garten
1943
Zerstörung von Wohnung und Atelier bei den Bombenangriffen, Verlust eines Teil des Werks
ab 1949
Zucht von Persischen Windhunden, Beginn des Unterrichts behinderter Kinder und Jugendlicher, Adoption eines Sohnes
1953
Ausstellung im Rahmen des Jugendnoteinsatzes, Leiterin einer Jugendgruppe in der Fürst-Donnersmarck-Stiftung
1960-1969
Tätigkeit in der von ihr initiierten Behindertenwerkstatt Mosaik e.V. und in der Volkshochschule Wilmersdorf
1970
Umzug von Berlin nach Nienhagen, Kreis Celle, Intensive Arbeit an der Pflanzenmalerei, Unterricht an den Volkshochschulen Celle und Wathlingen, Unterricht in der Strafvollzugsanstalt Celle
1974
Tod des Ehemannes
1982
Bundesverdienstkreuz für ihr sozialpädagogisches Engagement, in den späten 80er Jahren Orchideenzucht (zwei nach ihr benannte Spezies), ihr künstlerisches Werk ist eingespannt zwischen fotografischen Menschenportraits und gemalten Blumenportraits (über 2500 Blätter). Die scheinbar weit auseinanderliegenden Gattungen berühren sich im Interesse an der natürlichen Schönheit der Bewegung als Ausdruck des Lebendigen und der beseelten Form. Der individuelle Ausdruck über das Spezifische eines Wesens hinaus wird nicht angestrebt.
1994
gestorben in Nienhagen
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